Aneignung und interkulturelle Repräsentation: Grundlagen by Sybille de la Rosa

By Sybille de la Rosa

Sybille De los angeles Rosa arbeitet eine auf dem Begriff der kreativen Aneignung basierende Repräsentationstheorie aus und zeigt deren Relevanz im Bereich der Menschenrechtspolitik auf. Sie greift auf hermeneutische und postkoloniale Überlegungen zurück, die in ein Konzept der interkulturellen Aneignung und Repräsentation überführt werden. Abschließend zeigt die Autorin die Gefahren und Möglichkeiten einer interkulturellen Menschenrechtspolitik auf.

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Dadurch entstehen sehr dichte und eklektizistische Texte, welche dem Leser den Zugang nicht leicht machen und somit häufig als zu abstrakt kritisiert werden (Bachmann-Medick 1998: 23). Da Bhabha unter anderem zugunsten der Darstellung der Dynamiken gesellschaftlicher Prozesse darauf verzichtet, feste Definitionen zu formulieren, ist die Rezeption seiner Schriften auf der Suche nach einem Konzept der interkulturellen Kommunikation eine Herausforderung, denn die sich immer wieder festen Definitionen entziehenden Konzepte Bhabhas müssen hier „festgehalten“ werden, um von Bhabha erste Anhaltspunkte und grundlegende Unterscheidungen, wie jene der unbewussten oder der intentionalen Aneignung von Begriffen, zu erhalten, welche dann auch als Basis für die weitere Ausarbeitung eines Konzepts interkultureller Kommunikation dienen können.

Bhabha gibt jedoch keine Hinweise darauf, wie diese Differenz zwischen Subjekt und Sprache überwunden werden kann. Somit versteht er den Bruch zwischen der Aussage und dem Aussagenden möglicherweise auch als unüberwindbar. Doch welchen Sinn hat dann noch die Idee der Selbstbestimmung, auf welche Bhabha zumindest implizit zurückgreifen muss, wenn er die zerstörerischen Effekte kolonialer Herrschaft aufzeigt? Wie ist die Vorstellung der Aneignung von Begriffen mit der Idee vereinbar, dass Sprache niemals vollständig angeeignet werden kann, weil sie dem Sprechenden vorgängig ist?

Zur Diskussion und Kritik des Hybriditätsbegriffs siehe auch Werbner (1997) und Mitchell (1997). Zu dem Versuch, ein Konzept dialogischer Verständigung auf der Basis von Husserls Konzept des Dazwischen zu entwerfen, siehe Waldenfels (1971) und Kapsch (2007). 4 Die Aneignung der Anderen – Mimikry, Hybridität und das Dazwischen 47 sozialen Praktiken oder Semantiken. Der letztgenannte Aspekt der freiwilligen Vermischung dominiert vor allem in seinem Aufsatz „Wie das Neue in die Welt kommt“. Dort versucht er zu zeigen, dass kulturelle Differenzen gerade nicht als vorgegebene ethnische oder kulturelle Eigenschaften verstanden werden sollten, sondern als Verhandlungen in den Räumen zwischen kulturell verschiedenen Gemeinschaften (Bhabha 2000g: 326).

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